Lungenfunktion:

1. Bodyplethysmographie:
Dieses Verfahren zur Lungenfunktionsprüfung erlaubt die exakte Bestimmung des Lungenvolumens und des Atemwegs-
widerstandes. Der Patient befindet sich in einer gläsernen Kammer (Telefonzelle) und atmet über ein Mundstück. In der Kammer entstehen durch die Brustkorbbewegungen bei der Atmung Druckschwankungen. Hiermit kann der Druck in den Lungen-
bläschen ermittelt werden. Durch die Messung des Atemstromes am Mund kann der Atemwegswiderstand bestimmt werden und Rückschlüsse über das Ausmaß einer Atemwegsverengung können gezogen werden. Es lassen sich auch Luftmengen ermitteln, die der Mensch nicht ausatmen kann. Die Untersuchung ist gefahrlos und wird bereits bei Kleinkindern durchgeführt.

2. Unspezifischer inhalativer Provokationstest:
Bestehen Hinweise auf ein Asthma bei normaler Lungenfunktion, folgt in der Regel ein Provokationstest. Hierbei erfolgt eine Reizung der Bronchien durch Einatmen eines Bronchialwegsverengers in niedriger Dosierung. Eine asthmatypische Überempfindlichkeit der Atemwege soll aufgedeckt werden. Bei positivem Testergebnis kommt es zu einer Verschlechterung der Lungenfunktion durch eine Bronchialwegsverengung. Eine für Asthma typische Reaktion.



NO-Messung:
NO ist die chemische Kurzformel für Stickstoffmonoxid. Das Gas wird in den Atemwegen unter anderem von Entzündungszellen produziert. Die Konzentration von NO in den Ausatemluft spiegelt das Ausmaß der entzündlichen Prozesse in den Bronchien wieder: Je stärker die Entzündung in den Atemwegen, je höher die Konzentration von NO in der Ausatemluft.
Asthma ist gekennzeichnet durch eine Entzündung der tiefen Atemwege. Ist das Asthma sehr aktiv und behandlungsbedürftig, liegen die NO-Werte sehr hoch. Gelingt es, die Asthmaentzündung zu reduzieren, sinken die NO-Werte messbar ab. Die entzündungshemmende Therapie kann präzise geplant werden.


Allergologische Stufendiagnostik:
Die erste Stufe der Allergiediagnostik ist eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte. Ergeben sich Hinweise auf eine Allergie, erfolgt der Hauttest als zweite Stufe der Diagnostik.
Hier werden die Allergieauslöser als Tropfen auf die Haut gesetzt.
Dann wird mit einer kleinen Nadel durch den Tropfen in die Haut gestochen ("Mückenstich"). Es kann eine kleine juckende, geschwollene Hautrötung im Bereich des Tropfens entstehen.
Der Test kann nach 15 Minuten abgelesen werden. Wichtig ist, dass eine Reaktion auf einen bestimmten Allergieauslöser im Alllergietest nicht immer mit relevanten Krankheitssymptomen nach Kontakt mit diesem Allergieauslöser im täglichen Leben verbunden ist. Die dritte Stufe der Allergiediagnostik stellen Laborteste aus einer Blutprobe dar.